Schlangengift gegen Schmerzen

Die Wirksamkeit des Giftes bei Schmerzen

Jeder Mensch lernt bereits in der Schule, dass Bisse von Schlangen, wie zum Beispiel einer Schwarzen Mamba, einer Lanzenotter, einer Schauer-Klapperschlange, einer Kreuzotter, einer Sandotter, einer Aspis Viper, einer Levante Viper oder einer Königskobra, um nur ein paar wenige zu nennen, beim Menschen innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen. Durch den Biss einer solch giftigen Schlange heften sich bestimmt Bestandteile des Schlangengifts, in dem Fall sind es Eiweiße, an Moleküle die im menschlichen Körper für die Kontrolle von Blutdruck und Blutgerinnung zuständig sind und setzen diese außer Gefecht. Der Kreislauf des Menschen bricht zusammen und das Opfer stirbt. Andere Gifte von Schlangen legen beispielsweise das Nervensystem lahm und das Opfer wird vollständig betäubt und stirbt ebenfalls innerhalb kurzer Zeit. Bereits im tiefen Altertum war das Schlangengift als Heilmittel bekannt. Die Forscher untersuchen die Möglichkeiten vom Schlangengift stetig und immer vielseitiger.

Erforschung der giftigen Schlangenarten

Mittlerweile ist bekannt, dass Schlangengift bzw. bestimmte Substanzen davon, vieler verschiedener Schlangen auch verschiedene Möglichkeiten ausweisen. Das heißt, nicht jede Schlange produziert das gleiche Gift. Da es weltweit 1500 giftige Schlangen gibt, gibt es ebenfalls viel zu erforschen aber auch viele Möglichkeiten. Die Schlangengift Medikamente sind teuer herzustellen. Die Schlangen werden dazu monatlich „gemolken“, da sich aber Schlangen nicht in Gefangenschaft vermehren, werden sie beispielsweise in Russland zur Erholung in Wüsten und Steppen ausgesetzt. Nun haben Forscher herausgefunden dass das Schlangengift im Zusammenhang einer Therapiebehandlung in vielen Bereichen eingesetzt werden kann, wie zum Beispiel bei chronischen Rückenschmerzen, chronischen Reizungen des Ischias Nerven und bei Nervenwurzeln, Bandscheibenschäden, Rheumatischen Schmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, Arthrose (Gelenkverschleiß), Migräne, Neuralgien, chronischen Nierenentzündungen, Asthma, Neurodermitis sowie Heuschnupfen und anderen Allergien.

Königskobra und CO

So hat zum Beispiel ein Wissenschaftler aus Indien herausgefunden dass das Gift einer Königskobra etwa 20- bis 200-mal so stark wirkt, wie das bekannte und starke Schmerzmittel Morphin. Nun haben Forscher herausgefunden, dass Eiweiße von bestimmten Giftschlangen eine ähnliche Wirkung haben wie die von Morphium. An Mäusen wurde dies bereits getestet. Es wurden keinerlei Lähmungen, Krämpfe, Atembeschwerden oder ähnliche neurotoxischen Effekte festgestellt. Der Patient wird bei der Behandlung mit dem Schlangengift als Schmerztherapie in sitzender Position oder in Bauchlagerung behandelt. Diese muss 10- bis 12-mal durchgeführt werden. Diese Therapie hat Untersuchungen nach, sehr wenige Nebenwirkungen. Zu diesen zählen selten Brennen, Schwellung, Überwärmung oder Druckgefühl an der Einstichstelle. Gelegentlich kommen auch blaue Flecken an der Injektionsstelle vor. Während der Therapie ist zu beachten, dass man sich gesund ernähren und viel trinken sollte. Man sollte sich schonen und Stress jeglicher Art vermeiden. Bei anderen Therapieformen kann der Körper eine Immunabwehr entwickeln, es kommt bei den meisten Patienten vor, dass sie Fieber, Gelenkschmerzen, Hautauschlag oder andere schwere allergische Nebenwirkungen wie Kreislaufschocks bekommen.